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Huber GmbH - der Spezialist für Klärschlammverwertung




Verwertung von Klärschlamm in Kompostierungsanlagen

Nicht immer ist eine sofortige landwirtschaftliche Verwertung der Klärschlämme möglich, sei es witterungsbedingt, oder aber in der Vegetationsphase, oder das individuelle Verwertungskonzept einer Kommune lässt nur eine Verwertung in Kompostierungs- bzw. Rekultivierungsanlagen zu.

Für diesen Fall arbeiten wir mit namhaften und leistungsfähigen Anlagen zusammen (Genehmigungen nach BimSchG), welche uns und somit den Kommunen eine langfristige Entsorgungssicherheit bieten. Diese Verwertungswege werden mit einem "vereinfachten Entsorgungsnachweis" und einem Reststoffbegleitschein dokumentiert.

Diese Anlagen sind zum Teil auch für die Verwertung von Rechengut und Sandfangrückständen zugelassen.

Ferner kommen unsere eigenen Kompostieranlagen zum Einsatz:

Kompostieranlage Wülknitz
Ederitzer Str.
06369 Kleinwülknitz
Telefon 01702321685
GHK Kompostieranlage
Bellebener Str.
06425 Strenznaundorf
Telefon 01702321685

Verwertung von belasteten Klärschlämmen kommunaler und industrieller Abwasserbehandlungsanlagen

Die teuere und umweltbelastende Verbrennung, bei der außerdem die Schwermetalle in der Asche und damit als Sondermüll zurückbleiben, ist durch verwertende Methoden im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes so klein wie möglich zu halten. Wir haben die Möglichkeit Schlämme zu verwerten, die die Grenzwerte der AbfKlärV leicht bzw. deutlich überschreiten.

Klärschlamm mit nur geringer Überschreitung der Grenzwerte der AbfKlärV können von uns in behördlich genehmigten Rekultivierungsmaßnahmen einer umweltgerechten und ordnungsgemäßen Verwertung zugeführt werden.

Klärschlämme aus kommunalen und industriellen Abwasserbehandlungsanlagen mit zum Teil deutlicher Überschreitung der Grenzwerte werden von uns exklusiv in einer Biopolderanlage mittels biologischer, chemischer und physikalischer Prozesse gereinigt. Der anschließend dekontaminierte Schlamm wird dann in Rekultivierungsmaßnahmen verwertet.

Verfahrensbeschreibung

Der angelieferte Klärschlamm wird in die Biopolder gebracht, die nach unten mit einer wasserdichten, biologisch abbaubaren Plane abgedichtet sind. Darüber befindet sich eine Kiesschicht, in der eine Drainage eingebaut ist. Auf diese Schicht wird dann der kontaminierte Klärschlamm aufgebracht (Mächtigkeit max. 1,5m). Anschließend wird der Klärschlamm mit bestimmten Mikroben geimpft, die speziell auf die Schadstoffe des angelieferten Klärschlamms reagieren.

Ist ein Polder gefüllt, wird dieser mit Pflanzen (C 4 Pflanzen) besetzt, die ebenfalls den Dekontaminationsprozess beschleunigen bzw. unterstützen. Über eine Beregnungsanlage wird der Polder bewässert. Das durch die Drainage aufgefangene Wasser wird in einen geschlossenen Container (mobil-fresher), in dem die eigentliche Dekontamination stattfindet, geleitet.
Im mobil-fresher lassen sich die Wachstums- bzw. Lebensbedingungen für die Pflanzen, Bakterien und Pilzkulturen positiv beeinflussen. Außerdem kann durch Animpfung mit adaptierten Bakterien oder ausgesuchten Pflanzen erreicht werden, dass auch toxische organische Substanzen in umweltverträgliche Verbindungen umgewandelt werden.
Hierzu zählen z.B. Kohlenstoffverbindungen oder die polychlorierten Biphenole (PCB). Der für die Menschen unbedenkliche apathogene Bakterienstamm "pseudomonas aeruginosa" wandelt diese Verbindungen in CO2, Wasser, Salz und Biomasse um. Im Wechselspiel zwischen Sonnenenergie, Wasser, Pflanzen, Bakterien und Enzymen (Biokatalysatoren) wird im mobil-fresher erreicht, dass auf umwelt- und ressourcenschonendem sowie auf CO2-neutralem Weg Schadstoffe abgebaut werden und mineralisiert wird.

Biologischer Prozess im mobil-fresher

Durch die Feinwurzeln der Pflanzen gelangt atmosphärischer Sauerstoff in die zu behandelnden Sedimente. Der Sauerstoff diffundiert aus den Feinwurzeln in den Rhizospährenbereich. Hierdurch werden aerobe Bodenbakterien ausreichend mit Sauerstoff versorgt, wodurch diese in der Lage sind, die organischen Schadstoffe oxidativ abzubauen. Es entstehen dadurch auf biologischem Weg hauptsächlich Kohlenstoff (CO2), Wasser (H2O), Phosphorsäure (H3PO4), Salpetersäure (HNO3) und Zellsubstanz.

Abhängig vom eingebrachten Substrat kann durch Zugabe von Zuschlagstoffen, wie z.B. Calziumcarbonat, die biologische Aktivität verbessert bzw. stabilisiert werden. CaCO3-Zugabe dient zur pH-Pufferung. Aufgrund der Stoffwechseltätigkeit der Bakterien entstehen u.a. Säuren, die durch das eingebrachte CaCO3 abgepuffert werden. Somit lassen sich die Lebensbedingungen für die Bakterien weitgehend konstant halten. Die Pufferung des Substrates durch CaCO3 verhindert ebenfalls einen Verlust der Selektivität der Zellmembranen der Pflanzenwurzeln für die notwendigen Nähr- und Spurenelemente. Durch den Regeneintrag (Bewässerung) kommt es zu einem Stofffluss der Sulfate, Phosphate, Nitrate und Schwermetalle im mobil-fresher aus dem Wurzelraum in den anaeroben Bereich darunter.

Die Festlegung der Schwermetalle in dem Eisenerz-Container erfolgt durch zwei parallel ablaufende Prozesse. Zum einen durch adsorbtive Bindung an Eisen-III-hydroxide und zum anderen durch Sulfidbildung. Das für die Sulfidbindung erforderliche freie Sulfid (S2) wird in der anaeroben Zone der mobil-fresher durch sulfatreuzierende Bakterien aus Sulfat (SO42-) gebildet. Das Sulfid reagiert mit den Schwermetallen zu schwer wasserlöslichen Metallsulfiden im Eisenherz-Container. Die Phosphate hingegen reagieren mit en eingebrachten Eisenverbindungen.

Nitrate werden beim Übergang von der aeroben zur anaeroben Zone zur anaeroben Zone durch denitrifizierende Mikroorganismen zu Stickstoff und Wasser umgesetzt. Im Resultat entstehen nach der Arbeit des mobil-freshers ausschließlich Wertstoffe ohne jegliche Belastung der Umwelt durch Kohlendioxyd oder Schwermetallkonzentrate.

Dieser Verwertungsweg wird ebenfalls mit dem "vereinfachten Entsorgungsnachweis" und dem Reststoffbegleitschein dokumentiert.